Rückblick auf Marktschreier-Tage 2018

Rückblick auf Marktschreier-Tage 2018

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Zum „Warmwerden“ im Mies-Machen der Konkurrenz ließ Käse-Rudi sofort nach der Eröffnung des Marktschreier-Marktes bei Möbel Brucker in Kall kein gutes Haar an seinem Stand-Nachbarn Nudel-Dieter: „Solange Sie hier bei mir am Stand stehen, können Sie nebenan nicht beschissen werden“, rief Käse-Rudi den Leuten von seinem Stand zu, während er vor ihm stehende Eimer bis zum Rand mit diversen Käseprodukten füllte und diese für zehn Euro verkloppte. Nudel-Dieter konterte: „Geht ruhig alle zu Rudi, der braucht das Geld“. Wie schon im vergangenen Jahr eröffnete die Gilde der Marktschreier ihre Saison bei Möbel Brucker in Kall und weckte damit auch bei Rundfunk und Fernsehen ein großes Medieninteresse. Eröffnet wurden die Kaller Marktschreier-Tage freitags morgens von Eventmanager Mel-Kelly Kühn, der die Eröffnungsgäste zum Freibier und einem kleinen kostenlosem Marktschreier-Frühstück einlud.

Bis zum Abend des verkaufsoffenen Sonntag boten die fliegenden Händler immer dann lautstark ihre Waren an, wenn Betrieb auf dem Marktplatz herrschte und die Kundschaft auf Schnäppchen hoffte. In ruhigeren Phasen waren sie allerdings auch froh, ihre Stimmen schonen zu können.  Hauptakteure waren diesmal Nudel-Dieter aus dem Ruhrpott, Käse-Rudi aus Fröndenberg/Ruhr, Wattwurm-Axel von der Nordseeküste und Aal-Ole vom Hamburger Fischmarkt. Mit dabei auch Gewürz-Uwe und diverse andere Marktstände mit Spezialitäten wie zum Beispiel Spreewald-Gurken. Diesen Händler nahmen sich die Profis mit der großen Klappe gleich lautstark zur Brust: „Du bist der einzige Wessi, der Ossi-Gurken verkauft“, pöbelte Käse-Rudi sein Gegenüber an. Derartige Pöbeleien gehören zum guten Ton der Marktschreier, die ihr Handwerk bestens verstehen. In Kall waren Nudel-Dieter und Käse-Rudi die größten Sprücheklopfer. Gab Nudel-Dieter den Besuchern den Tipp: „Esst Käse und Nudeln getrennt, damit Ihr nachher wisst, dass es Euch nicht von den Nudeln schlecht geworden ist“, konterte Käse-Dieter mit dem Tipp an die Kinder vor seinem Verkaufswagen: „Ihr müsst immer schön fleißig lernen, sonst müsst Ihr später, wenn Ihr groß seid, Nudeln verkaufen“.

Immer wieder waren Sprüche zu hören, wie „Am Nudelauto kauf kein Schwein, da muss man schon besoffen sein“, oder „Passen Sie auf die Verwandtschaft auf, die ist wie Salzsäure – sie frisst sich überall durch“.
Käse-Rudi, der seine Waren gleich eimerweise zum Spottpreis verkaufte, verriet auch, weshalb er so preiswert sei: „Ohne Licht und Lieferschein, kauf ich meinen Käse ein – nämlich dann, nachts wenn der Nachtwächter schläft“. Den Marktschreiern bei Möbel Brucker folgen in den nächsten Monaten weitere Sonderveranstaltungen. Rosenmontag, 12. Februar, findet kurz vor Ende der tollen Tage eine Aktion „der tollen Angebote“ statt. An diesem Tag bieten Mitarbeiter des Möbelhauses wieder gegen Spenden Kaffee und frische gebackene Waffeln an. Der Erlös geht an den Aktionskreis „Stark für Kinder“. Eine Woche später, am Samstag, 17. Februar, findet in der Küchenabteilung eine Sonderveranstaltung zugunsten der Geno-Eifel, einer Generationsgenossenschaft mit der Devise „Hilfst Du mir, helf ich Dir“, statt. Vom 2. bis 18 März findet die traditionelle Hausmesse statt, in dessen Verlauf zahlreiche Aktionen geplant sind: Unter anderem ein Malwettbewerb für Kinder zum Thema „Frühling“ und ein großer Luftballon-Wettbewerb.