Tom ist gefunden – Gewinnübergabe im Möbelhaus

Tom ist gefunden – Gewinnübergabe im Möbelhaus

with Keine Kommentare

Mehrere Tage lang suchte die Marketingabteilung des Möbelhauses Brucker vergeblich nach der Identität des Gewinners des Luftballon-Wettbewerbes, den das Kaller Familienunternehmen am 19. März beim Frühlingsfest anlässlich des 60-jährigen Bestehens gestartet hatte. Mit Hilfe der Medien konnte der Gewinner jetzt ermittelt und der Gewinn übergeben werden.

Bis ins ungarische Kópháza, 802 Kilometer von Kall entfernt gelegen, war der Luftballon des Siegers geflogen. Der Finder der am Ballon befestigten Karte schickte diese schon zwei Tage nach dem Wettbewerb ins Möbelhaus Brucker zurück. Bei der Auswertung des Wettbewerbs stellte sich heraus, dass der bis Ungarn geflogene Ballon die weiteste Strecke zurück gelegt und der Absender den Wettbewerb gewonnen hatte. Damit begann im Möbelhaus die Suche nach dem Gewinner, denn der hatte auf der Ballonkarte nur seinen Vornamen Tom und Zülpich als Heimatadresse angegeben.

Nun begann die Suche nach Tom der einfach nicht ausfindig zu machen war. Doch als die Presse über den unbekannten Gewinner Tom berichtet hatte, kam Bewegung in die Sache, es meldeten sich gleich zwei Familien. Nach genaueren Recherchen stellte sich heraus, dass der zehnjährige Tom Benentreu aus Zülpich-Niederelvenich der Absender der Siegerkarte gewesen war.

Am Samstag konnte Tom dann endlich die beiden gewonnenen Eintrittskarten zum Brühler Phantasialand im Möbelhaus in Kall entgegen nehmen. Es war eine Gewinn-Übergabe unter Kids, denn Firmenchef Andreas Brucker hatte seinem Sohn Fabian die Siegerehrung übertragen.

Mit seinen Eltern Frank und Nicole Benentreu sowie seiner Schwester Milla, die im März ebenfalls einen Ballon abgeschickt hatte, war Tom nach Kall gekommen um den Preis abzuholen. Tom und dessen Vater Frank erzählten, dass sowohl Tom als auch Milla ihre Ballons am Nachmittag, als starker Wund herrschte, auf die Riese geschickt hatten. Dass er auf der Karte seinen Nachnamen nicht aufgeschrieben hatte, war ihm nicht bewusst gewesen. An einen Gewinn hatten weder Tom noch Milla ohnehin nicht gedacht.

Das änderte sich allerdings, als die Familie nach der Presseveröffentlichung „Wer ist Tom?“ von vielen Bekannten angesprochen wurde. „Es gibt in Zülpich nicht nur einen Tom“, reagierte Nicole Benentreu anfänglich skeptisch, doch dann rief sie beim Möbelhaus Brucker in Kall an und erfuhr, dass es sich bei der Siegerkarte um die von ihrem Tom handeln könnte. Allerdings hatte sich bereits eine weitere Familien mit einem Tom aus dem Zülpicher Stadtgebiet gemeldet.

Doch weitere Nachforschungen führten zu dem eindeutigen Ergebnis, dass Tom Benentreu der Absender des Siegerballons gewesen war. Der wollte das zunächst nicht glauben, als ihm die Eltern von seinem Gewinn erzählten. „Ich dachte zuerst, die wollen mich veräppeln“, so Tom am Samstag in Kall.

In der Grundschule in Zülpich Wichterich, wo er die vierte Klasse besucht, berichtete Tom seinen Mitschülern natürlich von seinem Siegerballon, der es bis nach Ungarn geschafft habe. Damit die Schüler sich eine Vorstellung von der Entfernung zwischen Kall und Kópháza machen konnten, erläuterte die Klassenlehrerin das im Unterricht auf einer Europakarte.

Seine Mitschüler seien nicht neidisch gewesen, hätten sich aber gewünscht, auch einmal bei einem derartigen Luftballon-Wettbewerb mitmachen zu können.

Dazu bekommen sie schon bald Gelegenheit, denn am 24. September findet auf dem Gelände der Firma Brucker ein großes Dankeschön-Fest der Hilfsgruppe Eifel statt, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Dann findet innerhalb eines großen Programms für Kinder auch ein Luftballon-Wettbewerb statt. Daran will auch Tom wieder teilnehmen und dann aber seinen Nachnamen auf der Karte nicht vergessen.

 

 

Scheckübergabe unter Kids: Firmen-Junior Fabian Brucker (links) übergibt Tom Benentreu die Eintrittskarten zum Phantasialand, die der Zehnjährige aus Zülpich beim Luftballonwettbewerb gewonnen hatte. Auch Firmenchef Andreas Brucker gratulierte. Foto: Reiner Züll