Einblick in die Warenannahme

Einblick in die Warenannahme

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Sascha Roitzheim arbeitet im Möbelhaus Brucker in Kall als Fachkraft für Logistik und ist dort Koordinator und verantwortlich für die Warenannahme, in der täglich zwischen 200 und 500 Kubikmeter Möbel angeliefert, eingelagert oder ausgeliefert werden. Herr Roitzheim kann inzwischen auf eine 15-jährige Beschäftigungszeit in dem Familienunternehmen zurückblicken.

Herr Roitzheim macht die Arbeit Spaß. In seinem Job muss man motiviert und flexibel sein und sich dabei stets auf neue Dinge einstellen können. Besonders interessant findet Roitzheim die Internationalität seines Jobs: Er habe es immer wieder mit Fahrern von Speditionen und Lieferfirmen aus ganz Europa zu tun. Dadurch lernt er die Sprache und Kulturen der Fahrer kennen. Die englische Sprache hat er schon immer beherrscht, aber inzwischen kann er sich auch mit Fahrern aus Polen der den Niederlanden in deren Sprache verständigen. Ein höflicher Umgang mit den Anlieferungsfahrern ist ihm besonders wichtig. Tagtäglich kommt Sascha Roitzheim mit den Fahrern in Kontakt, wenn sie mit ihren Lastwagen die Warenanahme des Möbelhauses am Siemensring angefahren haben. Nach der Anlieferung durch den Hersteller kontrolliert das Team, ob der Lieferschein und die angelieferte Ware mit der Bestellung übereinstimmen und die Lieferung komplett ist. Zudem wird die Verpackung oder angelieferte Ware auf Unversehrtheit geprüft.

Die Logistikabteilung bei Möbel Brucker verfügt über ein modernes System. “Ist die angelieferte Ware mit Hilfe eines Scanners regisiert, so ist sie für den Kunden – zum Beispiel auch für den Selbstabholer – verfügbar”, berichtet Sascha Roitzheim. Bis zum vereinbarten Liefertermin werden die Möbel in dem 6000 Quadratmeter großen Hochregallager deponiert, für das Roitzheims Kollege Hans Klapdor zuständig ist. In 32 Reihen mit einer Höhe von bis zu 20 Metern stehen 4000 Stellplätze zur Verfügung, um die “Corletten” (Transportwagen) mit dem Möbeln bis zur Auslieferung zu lagern. Auch hierbei sagt der Computer dem Fahrer der Gabelstaplers, in welche Box des Hochregallagers das jeweilige Möbelstück eingestellt werden muss. Die großen Stapler zwischen den Hochregalen werden über Induktionsschienen geleitet. Im Lager selbst werden beladene Paletten mit elektrisch angetriebenen Ameisen transportiert. Garnituren werden bis zur Auslieferung in einem separaten Bereich eingelagert. Für die Küchen, der größten Abteilung im Möbelhaus Brucker, betreut Sascha Roitzheim zwei separate Lager. Ist der mit dem Kunden vereinbarte Liefertermin erreicht, gibt der Computer den Fachlageristen das Signal zur Entnahme der Ware aus dem Hochregal (in Fachkreisen “Picken” genannt). Am Ende erfolgt noch einmal eine Kontrolle, ob die Bestellung komplett ist. Erst danach werden die Möbelwagen zur Auslieferung beladen.

Sascha Roitzheim schätzt seine Arbeit bei Möbel Brucker nicht nur wegen der Jobsicherheit und der familiären Atmosphäre; sein Beruf habe auch eine sportliche Komponente: In den großflächigen Lagern laufe er täglich etwa 15 Kilometer, was auch seiner Gesundheit gut tut.