Rückblick 1. Frühlingsschau

Rückblick 1. Frühlingsschau

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Kall – Der Wettergott hatte es nicht gerade gut gemeint mit den Veranstaltern des ersten Kaller Frühlingsmarktes. Temperaturen von gerademal fünf Grad Plus und mehrmals einsetzende Regen- und Graupelschauern ließen kaum Frühlingsgefühle aufkommen. In Anbetracht der Schneefälle am Samstag und den schlechten Wetterprognosen für den Sonntag hatten zahlreiche Aussteller ihre Teilnahme an der Frühlingsschau im Ortskern kurzfristig abgesagt, so dass die Länge der Markt- und Kunstmeile in der Bahnhofstraße auf die Hälfte reduziert wurde.
Die Besucher ließen sich jedoch weniger abhalten, denn es waren immerhin noch einige Tausend Menschen, die sich das Programm der ersten Frühlingsschau und die vielen attraktiven Angebote der geöffneten Geschäfte nicht entgehen lassen wollten. Deshalb waren Bürgermeister Hermann-Josef Esser und der Vorsitzende des Gewerbevereins Kall, Stefan Kohl, am Abend mit der Premiere der Frühlingsschau zufrieden. Es habe sich gezeigt, dass auch die widrigen Wetterbedingungen die Besucher nicht hätten abhalten können.
Dass die Frühjahrsschau einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Gemeinde Kall bekommen werde, hatten Bürgermeister Hermann Josef Esser und Stefan Kohl schon am Vormittag bei der offiziellen Eröffnung verlauten lassen. Zukünftig, so Herrmann-Josef Esser, werde man die Organisation jedoch einem Veranstalter übergeben, der dann sowohl für das Industriegebiet als auch für den Ortskern zuständig sei. Stefan Kohl dankte der Gemeindeverwaltung Kall für die große Unterstützung bei der Organisation der ersten Gewerbeschau im Frühjahr.
Der Morgen war bestimmt von Kälte und Regengüssen. Doch als um 13 Uhr viele Geschäfte im Ortskern und im Gewerbegebiet zum verkaufsoffenen Sonntag öffneten, füllten sich vor allem im Industriegebiet die Parkplätze. Rund um das Möbelhaus Brucker und die Bauzentrale Schumacher waren kaum noch Parkflächen frei. Zweitweise beruhigte sich am Nachmittag auch das Wetter, so dass sich hin und wieder auch die Sonne blicken ließ.
In der gesperrten Bahnhofstraße herrschte trotz des reduzierten Angebotes beim Antik-, Trödel und Krammarkt zeitweise ein reges Treiben. Am Rathaus sorgte der Country- und Westernsänger Georg Kaiser für musikalische Unterhaltung. Und auch die Musikkapelle Kall war wieder auf Tour, um an verschiedenen Stellen im Ort aufzuspielen. Mit von der Partie im Ortskern waren auch die Grünen mit einem Infostand, an dem Samen von Bienenblumen und Sonnenblumen gegen Spenden für die Hilfsgruppe Eifel ausgegeben wurden.
Vom Wetter unabhängig war das große Kinderprogramm im Rewe-Center, wo der Kinderliedersänger Uwe Reetz am Nachmittag gleich zweimal zusammen mit den Comic-Figuren Daffy Duck und Bugs Bunny auftrat. Auch Malen und Basteln für Kinder sowie Kinderschminken und eine Button-Werkstatt sorgten für zusätzlichen Kinderspaß im Verbrauchermarkt.
Im Industriegebiet erwiesen sich einmal mehr das Möbelhaus Brucker, der Obimarkt und die Bauzentrale Schumacher als Besuchermagnete. Vor dem Obimarkt kamen Kinder mit Fahrrädern und Kettcars auf einem Verkehrsparcours auf ihre Kosten. Am „Hau den Lukas“, den man nur noch selten auf solchen Veranstaltungen vorfindet, konnten auch Erwachsene ihre Kraft unter Beweis stellen.
Verkaufsoffen ab Mittag hatten auch zahlreiche Geschäfte entlang des gesperrten Siemensringes, auf dem zeitweise dichtes Gedränge der Besucher herrschte, als die Sonne aus den Wolken hervorschaute. Getränke- und Essensstände standen hungrigen Besuchern zur Verfügung. Viel Beachtung fanden die Firmen, die verschiedene Automodelle, Klein-Bagger und Baumaschinen sowie Motorräder und Quads ausstellten.
Das DRK Kall und die Feuerwehren aus Kall, Sistig und Wahlen präsentierten sich mit ihren Fahrzeugen auf dem Platz vor der Brucker-Lagerhalle an der Ecke Hüttenstraße/Siemensring. Dort konnten die Besucher unter anderem auch ein Einsatzboot des DRK-Kreisverbandes Euskirchen besichtigen.
Die Feuerwehren der Gemeinde informierten die Besucher über den richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher. Mit Hilfe eines Feuerlöscher-Trainers simulierte die Wehr einen Brand. Besucher konnten nun versuchen, mit einem Übungslöscher die Flammen zu ersticken. Viele Erwachsenen und auch Kinder hatten ihren Spaß, wenn sie das Feuer erfolgreich bekämpft hatten.
Einen großen Zulauf verzeichnete der Bauhof der Gemeinde, der anlässlich der Frühlingsschau zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte.
„Wir wollen den Menschen zeigen, dass ein Bauhof mehr macht als nur Straßen flicken und Schnee räumen“, so Bauhofleiter André Kaudel: „Wir machen ganz viele Sachen, die keiner sieht“.
Mit seinem Stellvertreter und Einsatzleiter Theo Dreßen hatte Kaudel in Zusammenarbeit mit dem Bauhof-Team ein unterhaltsames Programm organisiert. Der Erlös vom Verkauf von Kaffee und Kuchen oder deftiger Suppe wird dem Kindergarten in der Hüttenstraße zugutekommen.
Kinder, für die ein Karussell aufgebaut war, konnten auf dem Bauhofgelände auch im Bagger, der Walze oder auf der Kehrmaschine mitfahren oder auch Blumen einpflanzen. In der Schreinerei waren 20 Bausätze von Vogelhäusern hergestellt worden. Diese konnten dann von den Kindern zusammengebaut werden. „Die waren schnell alle weg“ berichtete André Kaudel.
Eine besondere Einlage hatte sich André Kaudel für den Nachmittag einfallen lassen. Unter dem Motto „Der singende Bauhof“ hatte er einen Teil seines Teams als Chor auf der Treppe zum Büro versammelt, um das Bergmanns-Lied „Glück auf, Glück auf…“ zu intonieren. Zur zweiten Strophen „Hat’s angezünd’t…“ bat er auch die zuschauenden Ortsvorsteher Stefan Kupp (Kall), Frank Vellen (Urft-Steinfeld), Kurt Bormann (Keldenich) und Essers Vorzimmerdame Karin Poth zum Mitsingen auf die Treppe. Er habe das Projekt „Singender Bauhof“ dem Bürgermeister aus „Jux und Dollerei“ vorgeschlagen und der sei davon total begeistert gewesen, umschrieb Kaudel die Geburt des Bauhof-Chores.